„Wir müssen nicht weniger, sondern anders arbeiten.“ – Warum Hans Rusinek die unbequemste Frage der Arbeitswelt stellt.
Stell dir vor, du sitzt im Vorstand eines DAX-Konzerns. Vor dir: eine Präsentation über New-Work-Strategien, Employer Branding, hybride Modelle. Und dann kommt ein Redner auf die Bühne – und sagt, dass das alles zu kurz greift. Dass die eigentliche Frage noch niemand gestellt hat.
Genau das macht Hans Rusinek. Und genau deshalb bleibt er im Gedächtnis.
Der Arbeitsforscher, Berater und Bestsellerautor ist kein klassischer Keynote-Speaker, der Management-Begriffe in neues Gewand kleidet. Er ist das, was man einen „Pracademic“ nennt: forschender Berater und beratender Forscher zugleich. Einer, der die Lücke zwischen Wissenschaft und Praxis nicht nur beschreibt – sondern schließt.
Von BCG-Vorstandsetagen zur unbequemen Wahrheit
Hans Rusinek’s Weg ist ungewöhnlich. Er war Associate Strategy Director und erster Mitarbeiter von Boston Consulting Groups Transformationsberatung BrightHouse – und brachte das Thema Purpose in europäische Führungsetagen. Er kannte die Sprache der Entscheider. Er wusste, wie Strategieprozesse funktionieren. Und er sah, wo sie scheitern.
Was er dabei beobachtete, ließ ihn nicht los: In vielen Unternehmen wird Arbeit behandelt wie ein Produktionsfaktor, den man optimieren kann. Flexibler hier, sinnhafter dort, ein paar Benefits dazu – fertig ist die Zukunftsstrategie. Doch in New-Work-Debatten, so Hans Rusinek, dominiere oft der Glaube an technische Innovation als Allheilmittel. Was dabei fehle, sei die Bereitschaft zur sogenannten Exnovation – dem bewussten Beenden schädlicher Praktiken.
Die eigentliche Frage bleibt dabei ungestellt: Wofür arbeiten wir eigentlich – und was macht unsere Art zu arbeiten mit der Welt?
Der Forscher, der Arbeit und Planeten zusammenbringt
An der Universität St. Gallen hat Hans Rusinek zu sinnvoller Arbeit und organisationalem Wandel am Beispiel der Volkswagen AG promoviert. Heute forscht er dort zu Arbeit, Sinn, Produktivität, KI und Transformation. Als Fellow im ThinkTank30 des Club of Rome verknüpft er das mit der Frage, wie Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen gelingen kann.
Das Ergebnis dieses Denkens: ein Buch, das 2023 für Aufsehen sorgte. „Work-Survive-Balance“ wurde zum Amazon-Bestseller und gelangte auf die Shortlist des Sachbuchpreises „Das Politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung. Der Kerngedanke des Buches ist eine Provokation – im besten Sinne: Hans Rusinek argumentiert, dass sich in der Arbeitswelt genau jene Verhaltensweisen herausbilden, mit denen wir uns als Gesellschaft mit der Welt auseinandersetzen. Und dass diese Verhaltensweisen unmittelbar mit der Klimakrise zusammenhängen. Die Art, wie wir arbeiten, ist damit kein reines Unternehmensproblem. Sie ist ein Überlebensproblem.
Sinn ist kein Marketinginstrument
Eine der stärksten Thesen Hans Rusinek’s betrifft etwas, das viele Unternehmen glauben, längst gelöst zu haben: Purpose. Leitbilder, Markenkerne, Sinnversprechen – das haben die meisten irgendwo hängen. Rusinek hält dagegen: Sinn lasse sich weder managen noch verordnen. Organisationen müssten stattdessen Räume schaffen, in denen er gemeinsam entstehen kann.
Das ist ein fundamentaler Unterschied. Sinn ist kein Kommunikationsprojekt. Er entsteht – oder eben nicht – im Alltag von Organisationen. In Meetings, in Entscheidungen, in dem, was man tut und was man lässt.
Und die Konsequenz für Produktivität? Hans Rusinek formuliert es direkt: Gefragt sei nicht, weniger zu arbeiten, sondern wirksamer – statt sich hinter permanenter Geschäftigkeit zu verstecken. Eine Aussage, die vielen Führungskräften den Spiegel vorhält. Denn Beschäftigtsein und Wirksamkeit sind nicht dasselbe.
Auf der Bühne: analytisch, unerwartet, unvergesslich
Hans Rusinek hat Wirtschaftswissenschaften und Philosophie studiert – und genau das spürt man in seinen Vorträgen. Er holt sein Publikum analytisch in der Realität des Arbeitsalltags ab, um es dann auf unerwartete Wege zu neuen Perspektiven zu führen. So erzählt er etwa, was er in einer irakischen Bäckerei über Innovationskultur gelernt hat, wie er einen kompletten DAX-Vorstand dazu brachte, Sneaker anzuziehen – und warum Hannah Arendt von LinkedIn begeistert wäre.
Er steht seit Jahren auf Bühnen wie TEDx, dem Handelsblatt Change Kongress und dem Zukunftsfestival der ZEIT. Das Personalmagazin zählte ihn zu den „Top 10 HR-Influencern Deutschlands“.
Was ihn von vielen Zukunftsforschern unterscheidet: Er liefert keine beruhigenden Antworten. Er stellt die richtigen Fragen – und gibt Organisationen das Werkzeug, sie selbst zu beantworten.
Für wen ist Hans Rusinek der richtige Speaker?
Hans Rusinek’s Vorträge sind keine Motivationsshows. Sie sind Denkräume. Besonders wirkungsvoll sind sie für Unternehmen, die verstehen wollen, warum klassische New-Work-Ansätze nicht ausreichen – und für Führungskräfte, die Sinn nicht behaupten, sondern wirklich ermöglichen wollen. Auch Organisationen, die die Verbindung zwischen Arbeitswelt, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung ernst nehmen, werden bei ihm fündig. Denn Rusinek zeigt, wie Transformation gelingt – nicht als Projekt, sondern als Haltung.
Seine zentrale Botschaft dabei: „Der Arbeitsplatz ist der beste Ort, um als Gesellschaft bessere Verhaltensweisen gemeinsam einzuüben. Das ist kein Appell. Das ist eine These – und eine, die nach dem Vortrag in Konferenzräumen noch lange nachwirkt.“
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